25.10.2021

Sind Sie entspannt? Führungswechsel - Babyboomer ade ...

Yes, meine zweite Führungsreihe steht bereits!?

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit seiner momentanen Führung.

Jedoch - langfristiger und nachhaltiger Erfolg entsteht erst mit einer starken zweiten Führungsreihe! Mit echten Nachrückern, die just in time bereit sind, und nicht erst dann, „wenn sie mal gebraucht werden“ oder "sie verzweifelt gesucht werden"!

Umso erstaunlicher ist es für uns zu erleben, wie oft die zweite Reihe in Unternehmen schlichtweg fehlt oder nur verkümmert vorhanden ist:
Das Thema und gleichzeitig die explosive Situation schlummern in einem gemütlichen Murmeltier-Winterschlaf.
Aufmerksamkeit wird einer nachfolgenden, zweiten Führungsreihe viel zu oft erst dann entgegengebracht, wenn die Leistungsträger kurz vor dem Ruhestand stehen. Also erheblich zu spät! Und dann – treten Adrenalin, Aktionismus und Disharmonie auf den Plan.
 
Die Situation erinnert uns etwas an das „Geschenke besorgen“ vor Weihnachten: Der Termin ist weithin bekannt, die Aufgabe und Relevanz auch. Der 2. Advent steht dann doch irgendwie immer ganz plötzlich vor der Tür, das Adrenalin und die Anspannung steigen sprunghaft, es wird stressig.
 
Während viele bereits rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest die Geschenke-Situation im Griff haben, sieht es in Unternehmen, die sich „plötzlichen“ in einer Situation der Führungsnachfolge wiederfinden, völlig anders aus:
In den Führungsreihen werden oft unverständliche, fragwürdige Rollen- und Aufgabenzuteilungen entschieden, sozusagen „erzwungen von den Umständen“. Und wie zu erwarten, ändern sich Machtverhältnisse, Führungsverhalten, Stimmung und Produktivität im Unternehmen – leider oft zum Schlechteren.

Ein sehr kurzfristiger Führungswechsel zieht leider eine längerfristige Findungsphase nach sich, kombiniert mit vielen Unsicherheiten. So lange, bis die Führung wieder

  • in den „richtigen“ Händen liegt, bei einer Person, die ihre Rolle gut ausfüllt,
  • sich dadurch der Fokus der Mitarbeitenden wieder auf das Tagesgeschäft richtet
  • und die gewohnten Umsätze wieder erzielt werden, oder besser noch: mehr als vorher.

Ihr Schachzug für Ihren persönlichen Unternehmenserfolg:

Priorisieren Sie Ihre Führungswechsel hoch, starten Sie bereits langfristig mit einer professionellen Aufstellung Ihrer zweiten Führungsreihe.
Ganz nach dem Motto: „Weihachten kann kommen – wir sind vorbereitet!“

Ja, es ist richtig, eine zweite Führungsreihe zu bilden benötigt Zeit und Geld. Dieses Projekt ist jedoch eine der besten Investitionen in Ihr Unternehmen:

  • Sie werden damit das bisher aufgebaute Wissen zu einem hohen Grad an die zweite Führungsreihe weitergeben.
  • Die Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens wird nicht unter einem Führungswechsel leiden.
  • Sie binden Ihre Leistungsträger ans eigene Unternehmen, bevor diese sich mit anderen über Karrierepläne unterhalten.

Im Falle eines notwendigen oder geplanten Führungswechsels hat die Auswahl der passenden Führungsperson für die weitere Funktionsfähigkeit des Unternehmens natürlich große Relevanz.
Die Führungsrolle selbst erfordert diverse und konkrete Fähigkeiten, Erfahrung in der Mitarbeiterführung und auch eine zeitliche Priorität für die eigentliche Führungsrolle – alles Dinge, die sich kein potentieller Kandidat mal schnell „über Nacht draufschaffen“ kann, und sei er ansonsten fachlich und persönlich noch so gut geeignet: Können braucht Übung braucht Zeit.

Betrachten wir den Führungswechsel aus der Perspektive der künftigen Führungsperson:
Hier stellt sich in der Regel folgende Frage: Wie kann ich den hohen Ansprüchen, den Anforderungen aus dem Management, den Mitarbeitenden und aus mir selbst in meiner neuen Rolle gerecht werden?
Für die „Kandidaten“ ist das Angebot zunächst schmeichelnd. Nachdem sie sich in ihren Arbeitsbereichen sicher und souverän bewegen, würden sie sich den Platz im Rampenlicht grundsätzlich zutrauen. Welche vielfältigen Qualitäten eine Führungsrolle von ihnen wirklich fordert, das ahnen manche vielleicht im Vorfeld – spüren es aber erst später so richtig, und dann leider oft sehr schmerzhaft.
 
Es ist also aus Sicht des Unternehmens nur fair, Ihre „Führungskandidaten“ sorgsam darauf vorzubereiten, was sie wirklich erwartet: Bei ihnen sind Rollenverständnis, Haltung und wichtige grundlegende Fähigkeiten für eine gute, sichere und wirksame Führung vorher aufzubauen, damit diese dann im Fall der Fälle mehr oder weniger „unfallfrei“ loslegen können.
 
Fehlt ein wirksamer, durchdachter, proaktiver Kompetenzausbau in Sachen Führung bei den Kandidaten, bevor der Wechsel vollzogen wird (oder werden muss), können Sie u.a. relativ rasch typische Effekte beobachten:

  • Neue Ideen der neuen Führungspersonen finden keinen sofortigen Anklang, ihre Motivation und Engagement schwinden kontinuierlich.
  • Die „Neuen“ erhöhen aus Enthusiasmus oder Frust die Schlagzahl zu stark und verwechseln dabei Einfluss oder Verantwortung mit Durchsetzungsvermögen und Druck.
  • Mitarbeitende kommen mit dem Stil der neuen Führungsperson nicht klar, fühlen sich übergangen, stellen sich quer, bringen immer mehr Unruhe in vorher funktionierende Teams, etc.

Durch den Wechsel notwendig gewordene Umstrukturierungen bringen weitere Konflikte hervor, auch in anderen Teams und Bereichen des Unternehmens, die von der neuen Führungskraft nicht abgefedert bzw. aufgefangen werden können.

Und genau in diesen Situationen sind die „Neuen“ stark gefordert
... oder eben überfordert!
                                                   

Ein Kompetenzausbau für die zweite Reihe konfrontiert Ihre künftigen Nachfolgeführungskräfte vor allem mit grundsätzlichen und hochrelevanten Fragen zur eigenen Selbstreflexion:

  • Was ist mein Selbstverständnis als Führungskraft, meine Führungsidentität – meine Legitimation?
  • Welches ganz eigene „Gesicht“, welche „Story“ beschreibt meine Überzeugung, was ist für mich „Erfolg in meiner Führungsrolle“?
  • Was sind meine ganz eigenen Herausforderungen und Unsicherheiten, wenn ich führen muss?
  • Was wäre meine Vision für meinen künftigen Verantwortungsbereich?
  • „Wenn ich könnte, wie ich wollte, und ich wüsste, es würde garantiert gelingen – was würde ich dann tun?“

Denn erst mit Antworten auf diese relevanten Fragen, wenn ich für mich selbst weiß, wer ich als Führungskraft sein will, wo ich als Führungskraft stehe, wo ich hin möchte und welche persönliche Haltung ich in diversen Führungssituationen vertreten will, kann ich meine Führungsrolle sicher ausfüllen.

Und auch erst dann verstehen die Mitarbeitenden, wer ihre neue Führungskraft ist und können sich mit der Person und deren Zielen identifizieren... und der Wechsel gelingt :-).

Haben Sie wichtige Fragen zu diesem Thema? Kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu! Rufen Sie uns einfach an unter +49 8636 986040 oder schicken Sie uns eine E-Mail unter office@freudenstein-leadership.de.

Wir beantworten Ihre konkreten Fragen und unterstützen Sie ganz individuell zum Thema Kompetenzausbau für Ihre zweite Führungsreihe.

Gerne können Sie auch einen kostenfreien Beratungstermin vereinbaren und wir schauen, wie wir Sie am besten unterstützen können.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback, 
wünschen Ihnen sonnige Herbsttage und schicken Ihnen herzliche Grüße!

Gabriele Ella und Bernhard Freudenstein

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