Wie klar sind Ihre Erwartungen an Ihr Führungsteam?
Müssen Ihre Führungskräfte übernatürliche Fähigkeiten haben, um Ihre Erwartungen ohne Worte zu erfassen?
Kennen Sie diese Aussagen?
- „Ich gehe davon aus, dass meine Leute wissen, was zu tun ist – das ist
schließlich ihr Job.“
- „Wir arbeiten schon so lange zusammen, da muss ich nichts mehr sagen.
Alle wissen, wie ich ticke.“
- „Das ist doch gesunder Menschenverstand – das ist doch klar.“
Was all diese Aussagen gemeinsam haben: Erwartungen werden vorausgesetzt, aber nicht explizit ausgesprochen.
Die Folge? Missverständnisse, Reibungsverluste, Konflikte – und Führungskräfte, die mehr Zeit mit Klärung als mit Gestaltung verbringen.
Und Ihre Mitarbeitenden? Die müssten dann schon übernatürliche Fähigkeiten haben, um Ihre Erwartungen ohne Worte zu erfassen…
Doch im Ernst: Als Führungskräfte wollen wir, dass unsere Mitarbeitenden Verantwortung übernehmen, motiviert und fokussiert arbeiten und gemeinsam Erfolge erzielen. Damit das gelingt, braucht es vor allem eines: Klarheit – in der Kommunikation, in den Spielregeln und in den Erwartungen.
Erwartungen sind keine Telepathie – sie brauchen einen klaren Rahmen
Kommunizieren Sie Ihre Erwartungen bewusst und sichtbar – nicht nebenbei im Flur, nicht im Einzelgespräch zwischen Tür und Angel.
Sondern: im Team, im richtigen Rahmen, mit klarem Fokus.
Nur so erhalten Ihre Botschaften die nötige Relevanz – und nur so schaffen Sie Verbindlichkeit.
Erwartungen + Beteiligung = Commitment
Nutzen Sie Ihre klar formulierten Erwartungen als Grundlage, um gemeinsam mit Ihrem Team die Spielregeln zu definieren:
- Was sind unsere Prinzipien der Zusammenarbeit?
- Worauf legen wir Wert?
- Was bedeutet Verantwortung in unserem Kontext?
Beteiligen Sie Ihr Team an diesem Prozess. Wenn Mitarbeitende an der Gestaltung von Regeln mitwirken, steigt ihr Engagement und die Identifikation. Der Weg dahin mag mehr Zeit kosten – aber er schafft nachhaltige Ergebnisse und ein echtes Commitment.
Klarheit schafft Orientierung und Sicherheit
Ziel ist es, transparente „Team-Gebote“ zu entwickeln – klare Leitplanken, denen alle zustimmen und auf die sich alle berufen können, auch Sie als Führungskraft. So wird für alle sichtbar:
- Welches Verhalten ist im Spiel?
- Wann wird’s kritisch – gelbe Karte?
- Und wo endet das Verständnis – rote Karte?
So entsteht ein Spielfeld mit klaren Regeln – auf dem Ihr Team gemeinsam gewinnt.

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Gabriele Ella und Bernhard Freudenstein
