Ich soll ins Leadership Seminar? „Es läuft doch alles gut – warum sollte ich etwas ändern?“
Oder: Warum ein Leadership-Seminar mehr braucht als nur 12 warme Stühle.
In unseren Pre-Works und in der Auseinandersetzung mit den individuellen Lernzielen unserer Teilnehmenden stoßen wir immer wieder auf folgende Aussagen:
- „Ich nehme mit, was mich anspricht – ich habe aktuell kein konkretes Lernziel.“
- „Eigentlich läuft doch alles gut – warum sollte ich etwas ändern?“
- „Wegen Zeitmangels habe ich kein Lernziel formuliert.“
- „Ich möchte mich durch Führungs-Tools nicht verbiegen – sonst wirkt mein Verhalten auf mein Team künstlich und passt auch nicht zu meinem Führungsstil.“
Übersetzt heißen diese Aussagen meist:
- „Ich bin nicht interessiert an neuen Lernimpulsen.“
- „Ich will mich nicht auf Neues einlassen.“
- „Ich will mich nicht reflektieren und schütze mich, vor unbequemen Wahrheiten.“
- „Das Seminar macht mir ein bisschen Bauchweh.“ „Ich habe Angst vor dem Unbekannten.“
Kurz gesagt: Geringe Offenheit, geringe Lernbereitschaft: Schlechte Voraussetzungen für nachhaltiges Lernen.
Das ist nicht nur eine subjektive Vermutung – das ist wissenschaftlich fundiert. Unser Partner Prof. Dr. Axel Koch benennt in seiner Transferstärke-Methode® einen der zentralen Erfolgsfaktoren für wirksame Weiterbildung:
👉 „Offenheit für Fortbildungsimpulse“ – sie entscheidet maßgeblich darüber, ob Erkenntnisse im Kopf bleiben oder nach dem Seminar wieder verdampfen. 👉 Denn: Lernen beginnt nicht mit der Anmeldung zum Seminar. Lernen beginnt mit innerer Bereitschaft.
Ohne diese Offenheit bleibt das beste Seminar… nun ja… eben nur ein Seminar.
Natürlich geben wir als Trainer*innen alles: inspirierende Übungen, praxisnahe Tools, interaktive Reflexion – und ein bisschen „Zauber“ obendrauf. Aber ganz ehrlich: Wenn eine Gruppe von Anfang aus mentaler Zurückhaltung nur einen Türspalt offenhält, verpufft auch der brillanteste Impuls.
Die Lösung? Leadership-Entwicklung beginnt VOR dem Seminarraum.
Ein kluges Unternehmen (so wie Ihres 😊) sorgt schon im Vorfeld dafür, dass…
- die richtige Teilnehmenden-Zusammensetzung gewählt wird,
- Lernziele mehr als nur eine Pflichtübung sind, mit Fragen wie: Warum bin ich hier – und wozu? Was will ich über mich als Führungskraft lernen? Wie offen bin ich wirklich für neue Perspektiven?
- der Grad an Offenheit sichtbar wird – und aktiv gefördert werden kann.
Die Sichtbarkeit an Offenheit, das geht – zum Beispiel – mit der Transferstärke-Methode®: Ein kurzer Check vorab gibt uns Trainern Aufschluss über die individuelle Bereitschaft der Seminargruppe, offen zu sein für Neues. Das ermöglicht uns als Trainer*innen nicht nur die passgenaue Gestaltung, sondern erhöht auch messbar den Transfererfolg.
Fazit: Wenn Sie Führungskräfte wirklich weiterbringen wollen, dann reicht es nicht, sie einfach ins Seminar zu „stecken“. Investieren Sie lieber vor dem Seminar in Klarheit, Passung und Offenheit – das macht aus einem Pflichtseminar ein echtes Entwicklungserlebnis.
Oder wie wir sagen würden: Lieber vorher den Hebel ansetzen – als nachher die Wirkung suchen.

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Seien Sie herzlich gegrüßt,
Gabriele Ella und Bernhard Freudenstein
