18.03.2020

Konkrete Tipps und Empfehlungen, wie Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter besser durch die Krisensituation steuern können

Als Führungskraft bin ich ein Leuchtturm in der Krise… Nur – wie gelingt mir das aktuell?

Dieser Newsletter erreicht Sie, da es uns ein großes Anliegen ist, Sie zumindest ein wenig und im Rahmen unseres Themas „Führung“ in der brisanten Krisensituation zu unterstützen.

Wie können Sie Mitarbeiter im aktuellen Katastrophenfall steuern, die...

  • unsicher sind und Nervosität und Unruhe verbreiten,
  • in ihrer Hilflosigkeit unüberlegt handeln und gereizt sind,
  • in Aktionismus verfallen,
  • sogar vielleicht Verschwörungstheorien im Unternehmen verbreiten?

Wie können Sie als CEO bzw. Führungskraft Ihre Mitarbeiter...

  • trotz massiver Stornierungen von Aufträgen und Projekten,
  • personellen Ausfällen durch Erkrankungen,
  • Beachtung gesundheitlicher Auflagen und vieles mehr

...weiter durch fahrbares Fahrwasser lenken und die relevanten Aufgaben im Fokus behalten, die jetzt für Unternehmen existenziell sind?

Gerne bieten wir Ihnen unsere Hilfe und Empfehlungen in Form der wichtigsten Interventionen, die Sie als gute Führungskraft in der Krisensituation leisten können:

1. Kommunizieren Sie die aktuelle Unternehmenssituation klar, offen und transparent mit Ihren Mitarbeitern, mit Ihren Teams.
Berufen Sie möglichst direkte, persönliche Meetings mit Ihren Mitarbeitern bzw. Ihren Teams ein. Entweder virtuell (Video) oder ggf. in Form kleiner Präsenzmeetings – natürlich unter Brücksichtigung der aktuellen gesundheitlichen Auflagen (Abstand etc.). Informieren Sie Ihre Mitarbeiter in den Meetings laufend über die relevanten Veränderungen, die sich für das Unternehmen ergeben und die Mitarbeiter betreffen. Lassen Sie sie direkt teilhaben: Ängste und Unsicherheit erfordern das persönliche Gespräch, Fakten alleine helfen nicht.

2. Lassen Sie alle Fragen Ihrer Mitarbeiter zu, motivieren Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Ihre Fragen direkt zu stellen und Ihre Sorgen zu formulieren.
Beantworten Sie alle Fragen ehrlich, offen und transparent, auch – und vor allem – im Falle unangenehmer Wahrheiten bzw. eines „worst case“. Riskieren Sie keinen Vertrauensverlust und Resignation bei Ihren Mitarbeitern, indem Sie ihnen unangenehme Wahrheiten verschweigen.

3. Sollten Sie aktuell selbst noch keine Antwort auf eine konkrete Frage haben, sagen Sie das bitte einfach offen und ehrlich: Keiner erwartet, dass Sie als Führungskraft „allwissend“ sind – Ehrlichkeit hingegen wird immer erwartet.
Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Ihnen Zeit zu geben, um die Frage zu klären. Vereinbaren Sie dann einen konkreten Termin, um die Antwort an alle Mitarbeiter zu kommunizieren. Wenn es länger dauern sollte, geben sie zeitnah Zwischenstände bekannt. So stellen Sie Vertrauen her, zeigen Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit.

4. Nichts ist kontraproduktiver als (unangenehme) Fragen unbeantwortet zu lassen oder Situationen zu beschönigen.

  • Unbeantwortete Fragen schüren Unsicherheiten und Spekulationen, verschlimmern also die Situation. Das verstärkt den inneren Widerstand der Mitarbeiter.
  • Das Commitment der Mitarbeiter und die Bindung zum Unternehmen gehen verloren.
  • Die Bereitschaft, an einem Strang zu ziehen, gemeinsam und zusammen „durchzuhalten“ sinkt rapide: Jeder ist nur noch sich selbst der Nächste – ein psychologischer „Überlebensmodus“.

 5. Beschreiben Sie Ihren Plan, wie Sie in der Situation weiter vorgehen wollen.

  • Kommunizieren Sie Ihre Einschätzung der Situation klar und schildern Sie offen und authentisch Ihre ganz persönliche Meinung zur Situation.
  • Erklären Sie, mit welchen Maßnahmen das Unternehmen aus Ihrer Sicht durch die Krise kommen kann – und vor allem, was Sie mit der jeweiligen Maßnahme erreichen wollen.
  • Wichtig: Es braucht noch keinen vollständigen, bis ins letzte Detail fertig ausgearbeiteten Plan – für die weitere Zukunft reicht das Ziel. Was es jedoch auf jeden Fall braucht, sind konkrete, ausführbare nächste Schritte in Richtung dieses Ziels.

6. Stellen Sie emotionale Bindung her, indem Sie auf Augenhöhe gehen und machen Sie folgendes klar:
"Wir alle sitzen in einem Boot und können unser Boot auch nur gemeinsam durch die Untiefen steuern, wieder in befahrbares Fahrwasser, bis ins freie Meer. Es gelingt nur gemeinsam, im Zusammenhalt, als Team“.

7. Die vielleicht wichtigste Aufgabe: Skizzieren Sie ein positives Bild Ihrer gemeinsamen Zukunft:
Wie es nach der Krise sein wird, was Sie gemeinsam geschafft (und überstanden) haben werden. Verwenden Sie dabei am besten eine positive Metapher, die Ihnen zu Ihrem Unternehmen passend erscheint.

Die Essenz jeder Krise sind menschliche Emotionen und Reaktionen.
Künstliche Harmonie oder nebulöse, beruhigende Parolen schaden der Situation und Ihrem Unternehmen.
 
Es geht also darum, die Mitarbeiter emotional dort abzuholen wo sie stehen, sie glaubwürdig anzunehmen, offen und ehrlich damit umzugehen, um letztlich stabilisieren zu können.

Aus der Krisensituation ein emotionales „Wir“ und einen Zusammenhalt zu formen: Ein gemeinsames Gefühl von Orientierung, Kontrollierbarkeit und Sicherheit zu vermitteln.

Gelingt Ihnen das, haben Sie in und nach der Krise eine kraftvolle, starke und loyale Mannschaft für die Zukunft.

Wir hoffen sehr, unser kleiner Beitrag und unsere Reflexion zu aktuell wichtigem Führungsverhalten in der Krise ist eine kleine Unterstützung für Sie.

Gerne sind wir auch für Sie da, stehen Ihnen zur Seite.
Die Krisensituation bringt auch uns in die Lage, Sie kurzfristig mit hilfreichen und schnell anwendbaren Interventionen unterstützen zu können.

Sie erreichen uns für kurzfristige Remote Coachings unter +49 8636 986049 bzw. unter
office@freudenstein-leadership.de
 

Seien Sie herzlich gegrüßt und bleiben Sie gesund!

 

 

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