26.06.2018

Funktionierende Teams sind kein Zufall!

Mehr Teamperformance mit Boxenstopps 

In unserer Arbeitswelt mit Vernetzung, Komplexität und Matrixorganisationen sind Teams ständig vielen Veränderungen und Schwankungen ausgesetzt: wechselnde Leads, Rollen, Team Setups, Zuständigkeiten, Schnittstellen, Kommunikationswege und eine Fülle von Aufgaben. Was im vergangenen Jahr zur Spitzen-Teamperformance führte, funktioniert im neuen Jahr nicht unbedingt wieder genauso.

Eine Tatsache ist: Alle Veränderungen, innen wie außen, wirken auch auf die Teamdynamik, die sich verändert, schleichend, aber stetig. Häufig wird das jedoch erst dann bemerkt, wenn die guten Ergebnisse „plötzlich“ immer mehr ausbleiben. Und dann… wird nach Lösungen in Form von Teambuilding und Teamentwicklung gesucht. Doch warum muss man es erst so weit kommen lassen?

Der alte Navi-Karte und die aktuelle Welt

Die Situation mit der sich ständig verändernden Arbeitswelt und der Auswirkung auf Teams ist vergleichbar mit dieser Geschichte: Stellen Sie sich vor, Sie sind unterwegs in einer Stadt, die Sie noch nicht kennen und machen sich auf den Weg, um ein wichtiges Ziel zu erreichen. Vielleicht stehen Sie, wie aktuell üblich, unter Zeitdruck. Und deswegen achten Sie auch nicht darauf, dass Sie kein neues Softwareupdate Ihrer Navi-Karte haben. Die alte Navi-Karte entspricht nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten, viele Wege vielleicht noch gar nicht verzeichnet sind – vielleicht noch nicht mal das Ziel.

Wie wird Ihre Anreise verlaufen? Wir vermuten, sie könnte mit einigem Ärger oder Frust verbunden sein:

  • Ärger gegenüber Ihrem Navi, der Stadt „…die Straßen wegmacht und baut, grade so wie sie will…“,
  • Ärger gegenüber Passanten oder Mitreisenden „…die alles besser wissen, obwohl sie keinen Plan haben…"
  • Frust über sich selbst… „…kann ich denn nicht mal mehr die Navi-Karte lesen…“

Sie können sich noch so sehr anstrengen: eine reibungslose, erholsame Anreise wird es wohl nicht werden.

Von außen betrachtet ist die Lösung leicht zu sehen. Was hätten Sie gebraucht?

Vielleicht nur etwas Zeit, um sich über Fakten, Plan, Umstände, etc. ein Bild zu machen, vielleicht vorher Austausch mit Beteiligten, die ebenfalls Interesse an der Zielerreichung haben. Neue Erkenntnisse, Ideen, Vorgehensweisen – letztlich einen neuen Stadtplan mit den aktuellen Gegebenheiten. Frust und Ärger wären Ihnen (und auch Ihrem Team) erspart geblieben.

Und doch: Manche langjährige Teams verhalten sich nicht viel anders, folgen ihrem „alten Plan“ der Gewohnheit, obwohl sich, innen wie außen, die Dinge verändern.

Was wir häufig hören ist: „Wir tauschen uns ja ganz regelmäßig über die aktuellen Geschehnisse aus, nicht nur in den Teammeetings, auch nebenbei“.
Allerdings: Gespräche von Grüppchen in der Kaffeepause lösen keine Störungen im Teamgefüge. Und in gemeinsamen Teamrunden dominiert üblicherweise das Tagesgeschäft, für andere Fragen bleibt oft kein Raum. Ganz oft ist es auch so, dass es viele Teams noch nicht gelernt haben, die „inoffiziellen“, manchmal unangenehmen Reibungspunkte innerhalb des Teams wirklich offen in der gesamten Teamrunde anzusprechen.

In der Folge bleibt immer mehr unausgesprochen, was letztlich die Teamleistung beeinträchtigt. Wartet man zu lange, zeigen sich irgendwann auch Auswirkungen – wie bei unserem Reisenden von eben…
Meist sind die „Verwicklungen“ dann schon verfestigt, sodass es viel aufwendiger und mühsamer ist, wieder zurück auf die Erfolgsspur zu kommen.

Mit geschärften Blick lässt sich besser arbeiten

Um eine Gewinnermannschaft zu bleiben, gilt es auch für erfolgreiche Teams, regelmäßig „die Säge zu schärfen“ bevor man beginnt, das Holz zu bearbeiten. Also bevor man an die eigentliche Arbeit geht. Ganz wie in der Geschichte von Stephen R. Covey in seinem „7. Weg zur Effektivität“.

Gemeinsam „die Säge zu schärfen“ – das heißt, als Team in vollständiger Runde Antworten auf Fragen zu finden, die sich im Laufe der Zeit immer wieder neu stellen, z.B.

  • Was hat sich verändert, in unserem Umfeld oder in den Erwartungen an uns als Team? Wie können wir darauf reagieren?
  • Wo geht unsere Reise hin, als Team? Was ist unsere Bestimmung, unsere Identität?
  • Wo hakt es noch in unserer Zusammenarbeit? Wo gibt es Reibungspunkte?
  • Welche neuen oder veränderten Vereinbarungen brauchen wir untereinander, damit es für jeden einzelnen und das gesamte Team reibungsloser läuft?“

Teamworkshops nicht als „Incentive“ oder „Steigerung des Wohlbefindens“ (miss-) verstehen

Deswegen ist unsere Empfehlung: Legen Sie regelmäßig einen „Boxenstopp für die Zusammenarbeit“ mit Ihren Teams ein! Also nicht erst dann, wenn es schon spürbar hakt. Nein, auch mit Ihren erfolgreichen oder langjährig unveränderten Teams. Schärfen Sie die Säge regelmäßig, warten Sie nicht, bis sie „stumpf“ geworden ist!

Gemeinsamer Boxenstopp

Wir prüfen gemeinsam im Team neue Gegebenheiten und klären kleine "Reibereien" innerhalb des Teams, bevor sie negativ zu Tage treten. Mit unserer Moderation stellen wir sicher, dass auch die für das Team wirklich relevanten Themen zur Sprache kommen und konstruktiv gelöst werden. Denn je früher im Team darauf eingegangen wird, desto weniger können sich Konflikte entwickeln oder eine hinderliche Teamdynamik sich verfestigen.  

Die regelmäßige Reflexion der Teamsituation ermöglicht dem ganzen Team und Teamführung, gemeinsam nachzusteuern: Lösungen für neue Anforderungen oder Reibungspunkte zu finden und tragfähige Vereinbarungen für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit zu treffen.

Ergebnis: Alle Beteiligten können wieder den klaren, ungetrübten Blick auf die eigentliche Funktion des Teams richten. Zusammen als "echtes Team" an den konkreten Aufgaben arbeiten, um die Ziele und Ergebnisse zu erreichen, die ihre Qualität und Identität ausmachen.

Und so ganz nebenbei: Die Zusammenarbeit macht dann auch wieder mehr Spaß!

Wir unterstützen und befähigen Sie, die Performance ihrer Teams zu erhöhen und aus Ihren Teams Gewinnermannschaften zu formen und weiter zu entwickeln!

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