01.08.2017

Auch Ihr Gehirn braucht Urlaub – Tipps und Tricks, wie Sie und Ihr Gehirn wieder entspannt und glücklich aus dem Urlaub kommen

Urlaubszeit – gute Stimmung! Erholung, Abenteuer, Sonne, blauer Himmel, Meer, saftige Wiesen, Berge, beschneite Gipfel und vieles mehr: Eine Auszeit vom Alltag für Geist, Körper und Seele – das tut uns gut!

Urlaubszeit – gute Stimmung! Erholung, Abenteuer, Sonne, blauer Himmel, Meer, saftige Wiesen, Berge, beschneite Gipfel und vieles mehr: Eine Auszeit vom Alltag für Geist, Körper und Seele – das tut uns gut!

Und jetzt kommt´s – das Gehirn als Organ ist kein Haufen grauer Zellen, sondern hat eine frische rosa Farbe – die optimale Farbe für Urlaubsstimmung.
Wir kennen alle den Spruch: „Dinge durch die rosarote Brille sehen“. Er kommt immer dann vor, wenn es um Stresssituationen geht, wenn wir festgefahren sind, uns über etwas ärgern und lange grübeln.

Wie gelingt es uns nun, im Urlaub wieder von „grau“ nach „rosa“ zu kommen? Welche Tricks können helfen, die Welt, uns selbst und die Menschen wieder anders zu sehen – mit Humor, Spass, Freude – und dabei sogar den Verstand zu schärfen?

Die Neuro-Wissenschaft würde uns empfehlen:
Lassen Sie Ihre Hirnzellen im Hippocampus nachwachsen, haushalten Sie mit Adrenalin und Cortisol, um die richtige Menge von körpereigenem Morphium im richtigen Moment auszuschütten und produzieren Sie Dopamin – und dann fühlen Sie sich wohl! Da denkt sich der normale Mensch: Ah–ja. Und wie jetzt genau …?

Das ist gar nicht so schwer:
Unsere Hirnzellen im Hippocampus wachsen nach, wenn wir unseren Stresskreislauf unterbrechen und damit unseren Stresshormonen mehr Zeit geben, sich wieder abzubauen. Wenn das passiert ist, gibt sich unser Körper eine Portion körpereigenes Morphium – das ist die Entspannung, die wir dann fühlen. Folgen viele Stresssituationen zu schnell hintereinander, dann nimmt der Pegel an Adrenalin und Cortisol stark zu und kann sich nicht mehr abbauen. Damit kommt es nicht mehr zur Ausschüttung des körpereigenes Morphiums – Tja, das Wohlfühlen bleibt aus …

Und das sind konkrete Tipps und Tricks, wie Sie sich gehirngerechte Entspannung aktiv holen können:

1. Den eigenen unbewussten „Autopiloten“ ausschalten

Setzen Sie sich am Urlaubsort erst einmal ans Meer, auf den kleinen Hügel oder in das Straßenkaffee. Schalten Sie Ihren unbewussten „Autopiloten“ aus und nehmen Sie ganz bewusst wahr, was um Sie herum passiert: Beobachten Sie einfach nur die Menschen, die Wellen, die Weite, beurteilen Sie nicht, was Sie da wahrnehmen. Lassen Sie es einfach so, wie es ist und lassen Sie Ihre Gedanken weiter ziehen. Gönnen Sie sich die Ruhe und Freiheit. Durch das bewusste Wahrnehmen von dem, was uns umgibt, ohne dabei das Gesehene zu beurteilen, machen Sie den ersten Schritt zum Abbau von Stresshormonen und schaffen sogar neue Kreativität.

2. Schlafen Sie im eigenen Biorhythmus

Manche wollen die Lichter der Nacht auskosten und danach lange ausschlafen. Andere wollen den Sonnenaufgang genießen und sich früh für einen Schönheitsschlaf ins Bett zurückziehen. Beides ist OK – vorausgesetzt, es passt zu Ihnen und Ihrem Biorhythmus. Beginnt man zu früh, überfordert man sich häufig. Geht man zusätzlich zu spät ins Bett, sind wir beim Phänomen des „chronischen Schlafmangels.“ Gelingt Ihrem Körper der passende Schlaf, regenerieren sich Ihre Zellen im Gehirn optimal. Damit stärken Sie Ihr Gedächtnis, denn das bildet sich im Schlaf: Im Tiefschlaf werden die am Tag gesammelten Eindrücke vom Hippocampus, unserem Zwischenspeicher, ins Großhirn überspielt. Die Nervenzellen rufen dabei das Erlebte immer wieder ab, so als drücke man eine Replay-Taste. Auf diese Weise bilden wir im Großhirn, unserem Langzeitarchiv, neue Gedächtnisspuren. Ausreichender Schlaf sorgt also für eine bessere Brainpower.

3. Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht

Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie können und Ihnen Spaß macht! Nicht auf das, was Ihnen schwerfällt. Was fällt Ihnen dabei ein? Woran haben Sie viel Spaß, kommen jedoch selten dazu? Unsere Gehirnzellen arbeiten nach dem Lustprinzip, sie erzeugen dabei positive Gedanken und Emotionen, die wiederum die wichtigsten Verstärker für das Erinnern sind. Ihr Gehirn dankt es Ihnen mit Dopamin und einem Gefühl der Unbeschwertheit.
Unser Gehirn braucht fünf positive Gedanken, um einen schlechten Gedanken zu kompensieren. Die gute Nachricht: Da unsere Gedanken und Gefühle nur Tätigkeiten unseres Gehirns sind, können wir sie positiv beeinflussen – wir können aktiv wählen, was wir denken. Das gelingt am einfachsten, wenn wir uns aktiv auf etwas für uns Positives konzentrieren, z.B. etwas was wir können bzw. gerne machen.

4. Seien Sie spielerisch, neugierig und offen für neue Aktivitäten

Der beste Weg, um Ihre Konzentration, Ihre Wahrnehmung und schnelles Reaktionsverhalten zu schulen, besteht auch darin, spielerisch Neues zu entdecken. So wie wir es als Kinder schon getan haben: Spielen und „Raufen“ Sie: mit den Kindern, mit Ihrem Hund, mit wem auch immer, und lassen Sie sich bewusst darauf ein. Egal ob am Spielplatz, mit einem Brettspiel, dem Smartphone, etc.
Setzen Sie sich dabei mit den Menschen auseinander. Das beansprucht große Teile ihres Gehirns. Sie interpretieren dabei unbewusst immer die Gestik, Geruch, Mimik, das Auftreten und vieles mehr, sagt Prof. Dr. Martin Korte von der TU Braunschweig – das beste Workout für Ihr Gehirn.
Falls die „neuen Medien“ für Sie noch eine Herausforderung sind: lassen Sie sich neue Funktionen von Anderen spielerisch erklären, sozusagen als kostenloses Hirntraining. Auch das verbessert lt. Prof. Detlef Rost von der Universität Marburg Ihre geistigen Fähigkeiten. Wie verblüffend schnell sich das Gehirn auf Neues einstellt, zeigen Studien des Neurowissenschaftlers Gary Small von der University of California. Bereits nach fünf Tagen Training mit dem Internet wurden bei älteren Probanden Hirnbereiche wie zum Beispiel das Gedächtniszentrum immer aktiver.

5. Das Gehirn mag Reize – Musik fördert beide Hirnhälften

„Wer Musik hört, singt oder musiziert, fördert seine Gehirnleistung ganz erheblich“, so die Hirnforschung. Musik aktiviert sowohl die rechte als auch die linke Hirnhälfte. Die rechte durch die Tonalität, also die Melodie, die linke durch den Takt, also den Rhythmus.
Und wer kann dazu noch tanzen?

6. Bewegung

Bewegung verbessert Ihr visuell-räumliches Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit, befreit von Informationsballast und sorgt für gute Stimmung. Egal, wie Sie sich bewegen, es reicht schon ein Spaziergang. Die Erkenntnis der vergangenen Jahre zeigt, dass körperliche Aktivität sich positiv auf sämtliche geistigen Leistungen auswirkt, bestätigt der Hirnforscher Prof. Gerd Kempermann in Dresden. Eine Erklärung für dieses Phänomen: Durch die Bewegung werden die Gefäße im Hippocampus stärker durchblutet. Diese zentrale Schaltstelle im Gehirn ist entscheidend daran beteiligt, für die Überführung von Gedächtnisinhalten vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu sorgen. Zudem wird die Ausschüttung des Wachstumsfaktors DNF im Hippocampus angereg, das auf Nervenzellen wie ein Dünger wirkt. Es lässt Nervenfasern wachsen, unterstützt die Umbauprozesse im Gehirn und schützt laut einer 2014 veröffentlichten Studie der Boston School of Medicine speziell Frauen langfristig vor Demenz.

Was meinen Sie – was davon wird gut klappen in Ihrem Urlaub?

Auch wenn es vielleicht nur einige Punkte sind, auf jeden Fall wird es für Sie im Urlaub einfacher und leichter anstatt kompliziert und schwer. Ihr Gehirn und Sie selbst kommen fitter und unbeschwerter aus Ihrem Urlaub zurück.

Und gut zu wissen ist – ohne sich dabei zu grämen:
„Es geht uns kein Licht auf.“ Denn Licht, das wäre für unser Gehirn eine reine Energieverschwendung. Im Vergleich zur Größe unseres Gehirns (2 % unseres Körpers) benötigt es nämlich ¼ der zugeführten Energie und haushaltet deswegen sehr sparsam damit. Es verbraucht weniger, als eine Glühbirne …

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen zauberhaften Urlaub, glückliche Momente und ein entspanntes Ankommen im Alltag.

Gerne unterstützen wir Sie mit einem passgenauen Coaching. Sprechen Sie uns an.

zurück